Lyonel Feininger

Im Zuge des Bauhaus-Jubiläums „100 Jahre Bauhaus" und auf der Suche nach einem Schulnamen im Jahr 2019 stießen wir auf den Künstler Lyonel Feininger, einen der ersten Bauhaus-Meister und damaligen Leiter der Druckwerkstatt am Bauhaus. Sein Werk, seine Haltung und seine Verbindung zu unserer Region machten ihn zum idealen Namensgeber unserer Schule. Bis heute besteht Kontakt zu seinem Enkel Conrad Feininger.

Unsere Schule befindet sich mitten im Wirkungsbereich Feiningers. Besonders die Stadt Halle prägte sein künstlerisches Schaffen nachhaltig: 11 Gemälde und 29 Zeichnungen der halleschen Altstadt sind heute im nahegelegenen Kunstmuseum zu sehen. Seine besondere Sicht auf Architektur, Licht und Formen macht die Stadt bis heute mit seinen Augen erlebbar.

Eine schöne Parallele zu unserem Schulalltag: Lyonel Feininger war ein leidenschaftlicher Radfahrer, genau wie viele unserer Schülerinnen und Schüler, die täglich mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Feiningers Lebensgeschichte erinnert uns zugleich an die Verantwortung, die mit Freiheit, Menschlichkeit und Demokratie verbunden ist. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde seine Kunst als „entartet" diffamiert. Er musste Deutschland verlassen und ging ins Exil nach New York. Diese Erfahrungen verstehen wir bis heute als Mahnung gegen Ausgrenzung und Intoleranz.

Auch in unserem Leitbild finden sich Gedanken wieder, die an Feiningers Kunst erinnern: Seine Bilder bestehen häufig aus vielen Fragmenten, die sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen. Ebenso sehen wir Schule als einen ganzheitlichen Lern- und Lebensraum, in dem vielfältige Bausteine zusammenwirken. Nachhaltiges Lernen, verlässliche Beziehungen und die Entwicklung der Persönlichkeit bilden die Grundlage zum mutig leben lernen.